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Appenzeller Pantli

Herstellung

Das durchgekühlte oder gefrorene Fleisch wird mit Salz, Knoblauch, Pfeffer und individuell mit Wein angereichert und verarbeitet. Die Mischung wird nach Belieben zerkleinert. Die Masse wird in Rindsdarmkränze, Faser- oder Kollagendärme gefüllt und 3 bis 10 Tage gepresst, um dem Pantli die typische Form zu geben. Schliesslich werden die Rohwürste hängend luftgetrocknet. Während des Trocknens kann Rauch (max. 40 °C) zugesetzt werden. Für die Raucherzeugung werden verschiedene unbehandelte Hölzer verwendet. Die Rohwurst wird getrocknet, bis der gewünschte Gewichtsverlust (30–40%) erreicht ist.

aussehen und eigenschaften

Der Appenzeller Pantli IGP hat eine gleichmässige Oberfläche und eine kompakte Konsistenz. Im Anschnitt entsteht ein klares Schnittbild: Es ist feinkörnig, mit gleichmässig verteilten Speckwürfeln. Im Gaumen entfaltet sich ein
eindeutiges Knoblaucharoma.

Geschichte

Das erste Foto eines Pantlis wurde an einer Gewerbeausstellung Ende des 19. Jahrhunderts gezeigt. Im Schweizer Wurstbuch «Alles ist Wurst» berichtet ein Metzger, dass sein Grossvater 1896 begann, den Appenzeller Pantli herzustellen.
In einer Ausgabe des Zürcher Tagblatts von 1892 wird der Appenzeller Pantli als «Appenzeller Landjäger» angepriesen. Im 19. Jahrhundert hielten die Appenzeller Bauern historisch und wirtschaftlich bedingt vor allem Rindvieh. Die Stücke vom Stotzen veredelten die Metzger zu Mostbröckli. Aus den Abschnitten kreierten sie Rohwürste, wie zum Beispiel den Pantli oder Brühwürste.

verkaufsform

Appenzeller Pantli IGP gibt es in drei verschiedenen Grössen.