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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen

Cardon épineux genevois AOP

herstellung

Cardon, auch Kardy genannt, wird im Frühjahr angepflanzt oder ausgesät. Anbau,
Ernte und Verarbeitung des Gemüses sind wegen der zahlreichen Dornen sehr
anspruchsvoll. Damit der Cardon épineux genevois AOP nicht zu bitter wird, muss er
gebleicht werden: Hierzu wird er während 10 bis 30 Tagen auf dem Feld mit einem
schwarzen Plastiksack bedeckt oder mit der Scholle in einem dunklen Schutzraum
oder Keller gelagert. Nach der Ernte werden grüne und ungeniessbare Blattrippen
von Hand entfernt. Nur das Herz der Pflanze und die gekürzten Blattrippen ohne
Blattspreite werden weiterverwendet.

aussehen und eigenschaften

Cardon ist ein artischockenähnliches Blattstielgemüse, das eine Höhe von mehr als
1,5 Meter erreichen kann. Er ist verwandt mit der Familie der Disteln und eine Urform
der Artischocke. Das zeigt sich auch im artischockenähnlichen Geschmack.

Geschichte

Der Anbau von Cardon hat in Genf eine lange Tradition: 1685 liessen sich in
Plainpalais Protestanten nieder, die aufgrund der Widerrufung des Edikts von
Nantes fliehen mussten. Sie verstanden viel vom Gemüseanbau und züchteten
aus mitgebrachten Samen den «Cardon argenté épineux de Plainpalais».
Nur die besten Pflanzen wurden für die Vermehrung ausgewählt, was dazu führte,
dass die Zucht sich stetig verbesserte. Cardon wird auch in anderen Regionen
Europas angebaut. Die dornige Variante findet man jedoch nur in Genf.

VERKAUFSFORM

Der Cardon épineux genevois AOP wird als Rohgemüse (Stängel) oder als
Konserve im Glas verkauft.