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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Die Produktion der Früchte, die Lagerung, Gärung, Destillation und Abfüllung erfolgen ausschliesslich innerhalb der Grenzen des Kantons Wallis. Die Aprikosenbäume dürfen sich höchstens auf einer Höhe von 1100 m ü.M. befinden.

Herstellung

Die Abricotine AOP wird hauptsächlich aus Aprikosen der Sorte Luizet hergestellt. Andere Sorten dürfen höchstens bis zu einem Anteil von 10% verwendet werden. Nur die besten Früchte werden verarbeitet. Sie müssen optimal gereift, gesund und gesäubert sein sowie einen Mindestdurchmesser von 35 mm aufweisen. Die Früchte müssen entsteint werden, um einen zu hohen Bitterstoffgehalt des Produkts zu verhindern. Durch das Zerquetschen der Früchte entsteht ein homogener Fruchtbrei, der eine vollständige Vergärung des Zuckers erlaubt. Die Destillation hat so schnell als möglich nach der Vergärung zu erfolgen. Der Alkoholgehalt wird mittels entmineralisiertem Wasser oder Quellwasser mit geringem Mineralgehalt auf Trinkstärke herabgesetzt.

Geschichte

Im Wallis entspricht die Herstellung von Fruchtbranntweinen einer langen Tradition. Der Anbau von Aprikosen, insbesondere der Sorte Luizet, ist im Wallis althergebracht. Die Aprikosensorte Luizet soll bereits 1838 eingeführt worden sein. Die Destillation dieser Aprikose entwickelte sich parallel zu deren Anbau: Zunächst war das mit zahlreichen privaten Destilliergeräten und von Störbrennern hergestellte Erzeugnis für den Eigenverbrauch durch die örtliche Bevölkerung bestimmt und erst später setzte dessen Vermarktung ein. Qualitätsbestimmungen wurden von Walliser Betrieben zwischen 1943 und 1947 durchgeführt.