Zum Inhalt springen
die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
Appenzeller_Pantli_S_1.jpg
Appenzeller_Pantli_S_1.jpg

Geografisches Gebiet

Das Herstellungsgebiet sind die Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen. Geburt, Mästung, Schlachtung und Zerlegung der Schweine und Rinder erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.
 

Herstellung

Das gut durchgekühlte oder gefrorene Fleisch wird mit Salz, Knoblauch, Pfeffer, Gewürzen und individuell mit Wein angereichert und verarbeitet. Die Mischung wird nach Belieben zerkleinert, die Körnung ist sichtbar. Die Masse wird in Rindsdarmkränze, Faser- oder Kollagendärme gefüllt und 3 bis 10 Tage gepresst, um ihm die typische Form zu geben. Die Rohwürste werden anschliessend hängend
luftgetrocknet. Während des Trocknungsprozesses kann immer wieder etwas Rauch (max. 40° C) zugesetzt werden. Für die Raucherzeugung werden unbehandelte Hölzer in verschiedenen Formen
verwendet. Die Trocknung verringert das Gewicht um ca. 30 bis 40 %.

 

Geschichte

Gemäss eines Altmetzgermeisters mit Geburtsjahr 1933 gibt es Fotos eines Pantlis aus einer Gewerbeausstellung Ende des 19. Jahrhunderts. Im Schweizer Wurstbuch «Alles ist Wurst» berichtet ein
weiterer Metzger von seinem Grossvater, der im Jahre 1896 begann, den Appenzeller Pantli herzustellen. In einer Ausgabe des Zürcher Tagblatts aus dem Jahre 1892 wird der Appenzeller Pantli als «Appenzeller Landjäger» angepriesen.