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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Das geografische Gebiet des Bloderkäse-Sauerkäse AOP umfasst zwölf Gemeinden des Kantons St. Gallen (Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams, Sennwald, Wildhaus, Alt St. Johann, Stein, Nesslau-Krummenau, Ebnat-Kappel und Amden) und alle Gemeinden des Fürstentums Liechtenstein.

Herstellung

Die verarbeitete Milch darf nicht älter als 24 Stunden sein und muss von einem Hof kommen, der höchstens 30 km vom Produktionsbetrieb entfernt ist. Die Milch wird auf natürliche oder mechanische Art entrahmt und in Kupfer- oder Chromstahlkessi gefüllt. Danach wird sie auf 55° bis 69° C gewärmt. Wenn die Milch geronnen und gallertartig ist, wird sie weiterverarbeitet. Je nach Bedarf wird Salz hinzugefügt. Salz ist der einzige zugelassene Zusatzstoff. Die Milch wird nochmals aufgewärmt und dann von Hand in quaderförmige Behälter aus Kunststoff, Metall oder Holz gefüllt. Nach dem Pressen wird der Käse nochmals gesalzen. Der Bloderkäse AOP kann sofort nach der Produktion spätestens aber nach 21 Tage verpackt und verkauft werden. Hingegen unterliegt die Reifung des Sauerkäse AOP einem Trocknungsprozess und er kann erst nach zwei Monaten verpackt und verkauft werden.

Geschichte

Der Überlieferung nach stammt die Sauerkäserei von den Nomadenvölkern im Osten und ist vermutlich die ursprünglichste Art der Käseherstellung. Sie kann bis ins Mittelalter nachgewiesen werden und hat sich über die Jahrhunderte im Fürstentum Liechtenstein, im Werdenberg und Toggenburg sowie auch im Vorarlberg erhalten. Das Voralpengebiet ist geprägt durch hohe Niederschläge und ungünstige topographische Verhältnisse. Durch die damals langen Wege ins Tal und die fehlenden Strassen und Transportmittel für die Milch, waren die Bauern gezwungen die Milch an Ort und Stelle zu verarbeiten. Die Herstellung von Sauerkäse und Bloderkäse eignete sich hierfür am besten.