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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Produktion, Lagerung, Bleichen und Aufbereitung erfolgen ausschliesslich innerhalb der Grenzen des Kantons Genf.

Herstellung

Der «Cardon argenté épineux de Plainpalais» ist die einzige für die Produktion von Cardon épineux genevois AOP zugelassene Sorte. Die Samen stammen von Mutterpflanzen, die ein Selektionsteam ausgelesen hat. Die Selektion erfolgt nach präzisen Kriterien, welche die besonderen Eigenschaften dieser Sorte ausmachen. Die Aussaat und Anpflanzung erfolgen im Frühjahr. Cardon épineux genevois AOP erfordert keine besonderen und systematischen Pflanzenschutzmassnahmen. Wegen seiner zahlreichen Dornen ist die Kultur, Ernte und Verarbeitung aber anspruchsvoll. Um zu verhindern, dass Cardon épineux genevois AOP zu bitter wird, wird er gebleicht. Nach dem Bleichen wird der Cardon épineux genevois AOP gereinigt. Grüne und ungeniessbare Blattrippen werden entfernt. Es werden nur das Herz der Pflanze und die gekürzten Blattrippen ohne Blattspreite verwendet.

Geschichte

Der Anbau von Kardy beruht in Genf auf einer langen Tradition. Die infolge des Edikts von Nantes (1685) geflohenen Protestanten, die sich in Plainpalais niederliessen, verstanden sich auf den Gemüseanbau und züchteten aus den mitgebrachten Samen den «Cardon argenté épineux de Plainpalais». Die Genfer Gemüsebauern suchten die besten Pflanzen für die Vermehrung aus und verbesserten mit den Jahren die Züchtung. Der Kardyanbau ist althergebracht. Seit dem zweiten Weltkrieg wurden besondere Anstrengungen unternommen, um die berühmte Sorte «Cardon argenté épineux de Plainpalais» zu züchten, so wie man sie heute kennt. Von den Regionen in Europa, die noch Kardy produzieren, ist Genf die einzige, in der dorniger Kardy angebaut wird. Cardon épineux genevois AOP Gratin mit Geflügel ist ein traditionelle Genfer Weihnachtsspezialität.