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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen

Huile de noix vaudoise AOP

HERSTELLUNG

Waadtländer Walnüsse werden im Herbst eingesammelt. Sie dürfen nicht zu lange
auf dem Boden liegen, da sie sonst verschimmeln würden. Sie werden schnell
getrocknet und dann gebrochen, damit die Schale vom Kern getrennt wird.
Die Walnusskerne gelangen in die Ölmühlen und werden zu einer feinen und kompakten
Paste zerkleinert. Diese Paste wird etwa zwanzig Minuten lang geröstet,
um die Aromen zu verdichten und die goldenen Farbpigmente auf dem Waadtländer
Walnussöl zu fixieren. Anschliessend wird es gepresst und das zurückgewonnene
Öl wird vom Rest der Walnusspaste getrennt. Das gepresste Walnussöl wird einige
Tage ruhen gelassen, damit die natürliche Sedimentation ihm perfekte Reinheit
und Glanz verleiht. Das fertige Produkt kann dann in undurchsichtige Behälter
abgefüllt werden, damit es durch Lichstrahlen nicht oxidiert und dieses aussergewöhnliche Öl nicht ranzig wird.

AUSSEHEN UND EIGENSCHAFTEN

Das Walnussöl «Huile de noix vaudoise» AOP ist durchsichtig klar mit leicht bräunlich-
goldenen Reflexen. Sein Röstgeschmack erzeugt eine Explosion intensiver
und kräftiger Aromen, die an süsse Mandeln und an Brotkrusten mit einer feinen
Honignote erinnert. Im Abgang ist eine leicht Bitterkeit wahrnehmbar.

GESCHICHTE

Walnussbäume gehören mindestens seit der Römerzeit zur Waadtländer Landschaft.
Die Erzeugung von Walnussöl ist seit dem Ende des 13. Jh. nachgewiesen.
Die handwerkliche Methode der Walnussölerzeugung durch Warmpressung,
die bereits vor dem 16. Jh. praktiziert wurde, ist seit dem 18. Jh. bis in unsere Tage
dokumentiert und gehört zum kulinarischen Erbe des Waadtlands.

VERKAUFSFORM

Das Waadtländer Nussöl wird in Flaschen in unterschiedlichen Grössen verkauft.