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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Die Verarbeitungs- und Herstellungszone für die Longeole entspricht den Grenzen des Kantons Genf. Die Geburt, die Mast, Schlachtung und Zerlegung der Schweine muss in der Schweiz erfolgen.

Herstellung

Die Longeole IGP wird aus einer Mischung aus Schweinefleisch, Hals- oder Nackenspeck und roher  Schwarte hergestellt. Diese Mischung wird in 5 - 8 mm feine Körner gehackt. Dann kommen obligatorisch ganze Fenchelsamen, Salz und weisser Pfeffer dazu, ebenfalls kann der Metzger auch noch Weisswein, Knoblauch oder andere Gewürze hinzufügen. Die Masse wird in einen Schweine- oder  Rindsdarm gestopft und dieser wird mit einer Schnur mit den Farben des Genfer Wappens (rot und gelb) verschlossen. Die Longeole IGP muss danach mindestens 12 Stunden bei Raumtemperatur abhängen. Die Longeole IGP hat eine feste Konsistenz und ein angenehmes Fenchel-Aroma. Weil Schwarte mitverarbeitet wird, muss die Longeole IGP ziemlich lange gekocht werden (zwischen 2.5 - 3 Std.), dafür wird sie sehr cremig.

Geschichte

Die Longeole kam mit Hugenotten-Flüchtlingen aus der Dauphiné (1685-1705) nach Genf und damit in die lokalen Küchen. Die mündliche Überlieferung besagt, die Longeole sei von Père Longeot, einem Mönch der Abbaye de Pommier, erfunden worden. Er hätte die Idee gehabt, eine normale Wurstpaste mit einer Handvoll einheimischen Fenchelsamen und Schwarten zu versetzen. Die Longeole IGP ist eine typische Genfer Spezialität und wird häufig mit einem Gratin aus Cardon épineux AOP serviert.