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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Die Zone umfasst den Kanton Freiburg bis zu einer Höhe von 900 Metern. Dazu gehören die Berner Enklaven Clavaleyres und Münchenwiler, und die Distrikte Avenches und Payerne sowie die Gemeinden Yvonand und Dompierre.

Herstellung

Die Poire à Botzi AOP stammt von einer lokalen, einzigartigen Birnensorte, der Büschelibirne. Die Sorte ist eher schwierig im Anbau, da sie sehr gerade wächst, und ihre Fruchtbildung anfällig und langsam ist. Das althergebrachte Knowhow der Obstbauern ist daher von grosser Wichtigkeit. Ein Team selektioniert die Zweige zur Fortpflanzung. Die Anbauart und die Form der Bäume kann frei gewählt werden, unterliegt jedoch auf alle Fälle den Regeln der Integrierten Produktion oder des Bio-Anbaus. Die Ernte findet zwischen anfangs August bis Mitte September statt. Die Farbe der Poire à Botzi AOP variiert zwischen Grün und Braun-Rot mit roten Backen. Der Duft ist harmonisch mit Noten von grünem Apfel oder frisch geschnittenem Gras, gärender oder reifer Frucht, mit kombiniert mit Noten von Gebranntem und Karamell. Ihr Geschmack ist ziemlich süss mit wenig Säure und leichter Bitterkeit. Weil sich die Poire à Botzi AOP nicht lange konservieren lässt, ist es notwendig, sie mit Zuckerwasser einzukochen.

Geschichte

Wahrscheinlich stammt die Poire à Botzi AOP aus Italien und wurde vor mehr als 300 Jahren von Söldnern der Päpstlichen Garde eingeführt. Der Name Poire à Botzi stammt aus dem Welschfreiburger Patois und bedeutet Büschel oder in Trauben, weil die Birnen büschelförmig wachsen. Die Poire à Botzi AOP wird mit dem traditionellen, üppigen Chilbi-Menü serviert, welches alljährlich nach dem Alpabzug aufgetischt wird. Die Birnen werden mit karamellisiertem Zucker gekocht und begleiten das Lamm-Gigot oder - Ragout. Die Poire à Botzi drohte mit der Tradition der ursprünglichen Obstgärten zu verschwinden. Sie konnte aber dank mehreren Initiativen erhalten werden.