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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Das geografische Gebiet umfasst die St. Galler Bezirke Unterrheintal, Oberrheintal, Werdenberg, Sargans, die Bündner Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Landquart, Jenins, Malans, Zizers, Untervaz sowie das Fürstentum Liechtenstein.

Herstellung

Rheintaler Ribelmais AOP wird aus einer alten, offen abblühenden Mais-Landsorte mit einer bis heute erhaltenen grossen genetischen Vielfalt hergestellt. Die Aussaat erfolgt bis spätestens Mitte Mai. Die Ernte erfolgt Ende Oktober / Anfang November. Die Ernte kann von Hand oder mit Mähdreschern erfolgen. In der Mühle werden die Maiskörner gereinigt. Anschliessend wird der Mais auf Walzenstühlen oder einer Steinmühle bis zur gewünschten Feinheit gemahlen. Rheintaler Ribelmais AOP ist entweder eine Mischung aus Griess, Dunst und Mehl oder eine Mischung aus Maisgriess und Maisdunst, Maisdunst und Maismehl oder ein Einzelprodukt aus Maisgriess oder Maisdunst.

Geschichte

Die Anfänge des Maisanbaues im Rheintal lassen sich nicht exakt bestimmen. Die Ausbreitung des Mais erfolgte über Italien. In den Quellen und Urkunden des Rheintals taucht der Mais zu Speisezwecken regelmässig seit Mitte des 17. Jahrhunderts auf. Im 19. Jahrhundert wurde der Mais im Rheintal als Grundnahrungsmittel die wichtigste Getreideart. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts nahm im Rheintal die Getreide- inkl. Maisfläche, mit Ausnahme der beiden Weltkriegsperioden, laufend ab. Der Anbau, der für den Rheintaler Ribelmais AOP verwendeten Maissorte betrug 1997 noch ca. 4 Hektaren, wobei ein wesentlicher Teil der Selbstversorgung diente.