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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Das geografische Gebiet ist der Kanton Waadt. Geburt, Mästung und Schlachtung der Schweine erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.

Herstellung

Der Saucisson vaudois IGP wird aus Schweinefleisch hergestellt. Der Anteil Magerfleisch und Speck muss ein Verhältnis von 3 zu 2 aufweisen. Die Fleischstücke werden sorgfältig ausgewählt und gehackt. Die Hauptgewürze sind Kochsalz und Pfeffer. Weitere mögliche Gewürze sind Knoblauch, Koriander, Weinhefe und Weisswein. Die Masse wird geknetet und anschliessend in Schweinedärme gestossen. Nach dem Abtropfen kann der Saucisson vaudois IGP getrocknet werden. Die Räucherung erfolgt mit Kaltrauch. Der Rauch entsteht durch Verbrennen von Sägemehl oder einer Mischung aus unbehandelten Nadel- und Laubgehölzen. Die Mindestdauer des Räucherns beträgt 24 Stunden.

Geschichte

Der Saucisson vaudois hat seinen Ursprung im Mittelalter, als man im Kanton Waadt erstmals das Räuchern und Kochen von Wurstwaren anwandte. Der Saucisson wurde in der Folge zu einem wichtigen Nahrungsmittel der Waadtländer Bevölkerung. Schweinefleisch kam hauptsächlich geräuchert oder als Saucisse und Saucisson auf den Tisch. Die Bauern assen in der Regel fünf Mal die Woche Fleisch, meistens Schweinefleisch. Der Saucisson vaudois IGP wird in mehreren Publikationen über das alltägliche Leben der Waadtländer und die Traditionen der Fleischherstellung erwähnt. Er unterscheidet sich von anderen Würsten dadurch, dass er ausschliesslich aus Schweinefleisch hergestellt und als Wursthülle ein Schweinedarm verwendet wird.