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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Das geografische Gebiet der Herstellung umfasst den gesamten Kanton Zug sowie neun Schwyzer und sieben Luzerner Gemeinden rund um die Rigi.

Herstellung

Der Zuger Kirsch AOP und der Rigi Kirsch AOP werden in der Region Zug-Rigi schon seit 200 Jahren sortenrein oder als Assemblage aus alten Brennkirschensorten mit Erfolg hergestellt und weltweit exportiert. In der Region Zug-Rigi wurde seit jeher ein grosse Vielfalt an Kirschensorten gepflegt, was die für den Zuger Kirsch und den Rigi Kirsch typische Vielfalt an Geschmacksnuancen wie "Süsse", "Nussigkeit", "Marzipan" oder "Würze" hervorbrachte. Zuger Kirsch und Rigi Kirsch zeichnen sich durch eine typische Mandelnote aus, welche sich aus der Verwendung der typischen regionalen kleinfruchtigen Sorten mit dem damit verbundenen hohen Steinanteil im Rohstoff ergibt.

Geschichte

In der Region Zug-Rigi weisen die urkundlichen Quellen auf eine mindestens 500-jährige Tradition beim Kirschenanbau hin. Der Zuger Chriesimärt wird 1627 erstmals genannt, der Brauch der Zuger Chriesigloggä ist seit 1711 nachweisbar, der Chriesisturm in einer Nacherzählung von 1886 erwähnt. Die ältesten überlieferten Kirschenrezepte stammen aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Kirschwasser in der Region Zug-Rigi zu einem wichtigen Exportartikel, es entstanden bekannte industrielle Brennereien wie Fassbind in Arth SZ (1846), Dettling in Brunnen SZ (1867), Etter in Zug (1870) und Räber in Küssnacht a. R. SZ (1877). 1870 gründeten 116 Chriesibauern und Destillateure die «Kirschwasser-Gesellschaft in Zug» zwecks Steigerung der Qualität und des Exports von Zuger Kirsch. 1915 wurde die Zuger Kirschtorte erfunden. Seit 2007 findet in der Region Zug-Rigi in den Kantonen Zug, Schwyz und Luzern eine regelrechte Rückbesinnung auf das Chriesi statt. 2008 wurde die IG ZUGER CHRIESI gegründet, 2009 der Verein ZUGER & RIGI CHRIESI ins Leben gerufen, 2010 folgten der Verein AEGERI CHRIESI und die ZUGER KIRSCHTORTEN GESELLSCHAFT. Seit 2011 gehört der Krischenanbau im Kanton Zug im Rahmen der UNESCO-Konvention zu den "lebendigen Traditionen der Schweiz". 2011 wurde die zuger-rigi-chriesi AG gegründet, um das Regionalentwicklungsprojekt zuger-rigi-chriesi umzusetzen. Alle diese Gruppierungen haben sich zum Ziel gesetzt, das Chriesi in all seinen Erscheinungsformen zu fördern, zum Wahrzeichen einer ganzen Region zu machen und die 500-jährige Kirschkultur im Herzen der Schweiz lebendig zu halten.