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die Herkunft
Menschen
und ihr Handwerk
die Qualitätszeichen
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Geografisches Gebiet

Die Verarbeitung, Trocknung und Aufbereitung der Narben erfolgen ausschliesslich in den Gemeinden Mund, Birgisch, Naters, Brig-Glis, Betten, Bitsch, Bister, Filet, Gondo/Zwischbergen, Mörel, Riederalp, Ried-Brig, Simplon-Dorf und Termen. Das Anpflanzungsgebiet von Munder Safran AOP beschränkt sich auf die Äcker der Gemeinde Mund im Kanton Wallis.

Herstellung

Munder Safran AOP wird ausschliesslich aus hochwertigen Krokuszwiebeln der Art Crocus sativus L. gewonnen. Alle Arbeitsschritte des Anbaus, der Ernte und des Trocknens der Narben werden wie früher von Hand ausgeführt. Die Pflanzung der Zwiebeln hat jeweils bis spätestens Mitte September zu erfolgen. Die Blütenernte hat ausschliesslich manuell von September bis November in einem Zeitraum von nicht mehr als drei Tagen nach dem Aufblühen zu erfolgen. Die Narben werden spätestens am gleichen Tag mit den Fingernägeln von den Blüten entfernt. Sie werden an der Luft während mindestens 48 Stunden lichtgeschützt getrocknet. Für die Lagerung werden kleine Konserven aus schliessenden Glasbehältern verwendet. Um ein Gramm des begehrten Gewürzes zu erhalten werden beinahe 180 Blüten benötigt.

Geschichte

Früher wurde Safran in mehreren Regionen der Schweiz angebaut. Erwähnung findet die Safrananpflanzung erstmals im 14. Jahrhundert in Basel. Der Safrananbau beruht im Oberwallis auf einer langen Tradition. In den Gemeindearchiven werden die Safrankulturen in Mund erstmals 1870 erwähnt, aber wahrscheinlich wurde dort bereits früher Safran angebaut. Heute erfolgt der Safrananbau nur noch in Mund, wo er weiterhin das Interesse einer grossen Mehrheit der Einwohner weckt. Diese haben sich zu einer Zunft zusammengeschlossen mit dem Ziel, die lokale Safranproduktion zu erhalten. Der Anbau wird auf einer Gesamtfläche von rund 14'000 m2 betrieben.

Kommentar
Die Ernte wird hauptsächlich über den Direktverkauf abgesetzt oder vom Gewerbe und von den Restaurationsbetrieben der Region verarbeitet.